Dentalfotografie Schritt für Schritt Teil 2

Dentalfotografie Schritt für SchrittTeil 2: Die Vorgehensweise

 

Im zweiten Teil unserer Serie zur Dentalfotografie nehmen wir uns die Vorgehensweise vor. Zusammen mit unseren Experten haben wir nicht nur praktische Tipps zusammengetragen, wir beleuchten auch einige mögliche Fehlerquellen.

 

Was wird dokumentiert?

Den Anfang der Dokumentation markiert ganz klassisch die Darstellung der klinischen Ausgangssituation. Schließlich soll nach abgeschlossener Behandlung ein aussagekräftiger Vorher-Nachher-Vergleich möglich sein. Je nach Fall können hier Röntgenaufnahmen eine entscheidende Rolle spielen – etwa dann, wenn sie entscheidende Informationen enthalten und der Patientenfall beispielsweise für eine Publikation in einem Fachmedium vorgesehen ist. Die folgenden Behandlungsschritte sollten dann einzeln festgehalten werden (z.B. Situation nach Anlegen des Kofferdams, dann Situation nach Kariesexkavation, dann die einzelnen Schritte der Versorgung etc.).

 

Abgeschlossen ist die Dokumentation mit der Aufzeichnung der klinischen Endsituation. Ergänzend können auch Aufnahmen bei der nächsten Kontrolle ca. nach 3 bzw. 6 (12) Monaten durchgeführt und Bilder aus dem zahntechnischen Labor hinzugefügt werden (je nach der Art der dargestellten Versorgung/Behandlung).

 

Was gilt es zu vermeiden?

 „Behandler -oder Assistenzfinger“ sollten nach Möglichkeit nicht im Bild sein. Doch falls es sich absolut nicht vermeiden lässt: – Handschuhe nicht vergessen! Darüber hinaus sollte auch die Darstellung des Behandlungsumfelds (Lippen, Wangen etc.) auf ein Minimum reduziert werden. Anders verhält es sich natürlich, wenn die Sichtbarkeit dieser Areale dazu beiträgt, den Fall und den Behandlungsausgang besser beurteilen zu können. Zudem gilt es, Ansammlungen von Blut oder Speichel im fotografierten Bereich zu vermeiden.

 

Was noch?

Bei der Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise ist es von Bedeutung, dass der Ausschnitt immer gleich gewählt wird. Ein Beispiel: Dokumentiert wird die Versorgung von Zahn 46, die Aufnahme der Ausgangssituation zeigt aber auch die Nachbarzähne 45 & 47. In diesem Fall sollten auch die Bilder der einzelnen Behandlungsschritte sowie das Abschlussfoto diesen Ausschnitt zeigen und nicht etwa die Situation regio 43-46.

 

Von Vorteil ist es außerdem, die Bilder fortlaufend zu nummerieren und um eine entsprechende Bildnotiz zu ergänzen. Dies ist insbesondere mit Blick auf eine spätere Publikation des Falles von großem Nutzen.

 

Und nicht vergessen: Gibt es Aufnahmen, auf denen der Patient erkennbar ist? Dann ist es vor einer eventuellen Veröffentlichung des Falls unbedingt notwendig, eine entsprechende Einwilligung einzuholen und den Patienten ggf. mithilfe von Bildbearbeitungstools unkenntlich zu machen.

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